Webseite CO2 Ausstoß

Warum verursacht eine Webseite CO2?

Weltweit gibt es über 1.83 Milliarden Webseiten. Einige werden täglich 1000x besucht, andere liegen nur brach. Doch alle haben eines gemein – jede Webseite verursacht CO2. Im Schnitt ist dies 4g CO2 pro Webseitenaufruf. Doch woher kommt das überhaupt? Was sind die Quellen des CO2, das eine Webseite verursacht? Liegt es nur am Hosting, wie immer mal wieder behauptet wird? Dem gehen wir heute auf den Grund.

CO2 bei der Erstellung der Webseite

Alles beginnt mit der Erstellung einer Webseite. Bereits dort lassen sich die ersten Quellen für die CO2-Ausstoßung finden. Zunächst ist da der Entwickler:in selbst, der:die bei der Erstellung der Seite Strom benötigt. Eine umfangreiche nachhaltige Webentwicklung setzt bereits bei diesem Sachverhalt an – genau deswegen verwenden wir hier bei den it bienen Ökostrom und nachhaltige Software. Denn bereits hier gibt es eine große Stellschraube. Gerade „echte“ Stromanbieter wie Green Planet Energy (ehemals Greenpeace Energy)* oder Naturstrom* sind da besonders empfehlenswert. Des Weiteren kann ein Augenmerk auf die verwendete Hardware gelegt werden. Ich persönlich kaufe gern gebraucht – mein liebster Ansprechpartner ist da Afb Shop. Jedoch auch reBuy und andere Plattformen sind gute Quellen für gebrauchte Hardware. Diese spart Ressourcen und senkt somit den CO2-Verbrauch. Das gleiche gilt natürlich auch für alte Hardware, die als Second-Hand verkauft werden kann.

Kommunikation

Neben der Quellen direkt verursacht durch den:die Entwickler:in ist auch noch die Kommunikation mit dem:der Kund:in ein weiterer Faktor. Auch da kann bereits CO2 reduziert werden, in dem zum Beispiel Anhänge von Emails gelöscht werden oder auf ein Videotelefonat verzichtet wird. Zudem kannst du vermeiden, auf Emails mit einem einfachen „OK“ zu antworten. Es ist empfehlenswert nur zu Schreiben, wenn es auch nötig ist

Das Hosting

Das Hosting ist ein wichtiger Faktor beim Verursachen von CO2 von Webseiten. Als Nutzer:innen haben wir keinen Einfluss auf das Alter der Server, die verwendete Hardware und die Kühlung. Doch wir können beeinflussen, wo wir einen Hostingvertrag abschließen. Ein erster wichtiger Faktor bei der Wahl des richtigen Hosters, ist die Verwendung von Ökostrom. Achte darauf, dass dein Anbieter Ökostrom zum Betreiben der Server nutzt, am besten natürlich Ökostrom von „echten“ Ökostromanbietern. Achte des weiteren auf schnelle Ladezeiten und SSD-Festplatten. Eine gute Übersicht, über Ladezeiten kannst du hier finden. Halte dich von Anbietern wie Strato oder ionos fern. Diese sind leider bekannt für schlechte Erstreaktionszeiten. Dies ist die Zeit, die ein Server benötigt, um überhaupt auf eine Anfrage zu reagieren. Langsamere Verarbeitungszeiten heißt automatisch auch mehr Stromverbrauch und somit mehr CO2. Unser liebster Hostinganbieter ist webgo* – da diese durch schnelle Lade- und Reaktionszeiten überzeugen können und ihre Server mit Ökostrom betreiben. Empfehlenswerte Alternativen mit „echtem“ Ökostrom sind unter anderem Biohost, Greensta und Petricore.

CO2 durch Webseitenbesucher:innen

Sobald ein Besucher:in eine Webseite besucht, entsteht erneut CO2 aufgrund des Stromverbrauches. Dies hat zwei Gründe. Zum einen benötigt das Gerät des Nutzer:in Strom. Je nach verwendetem Gerät und Netz (ob mobil oder Wifi) kann dieser höher oder niedriger liegen. Gleichzeitig wird Strom durch die Übertragung der Daten verursacht. Auf der Nutzerseite durchs Wifi oder mobile Netz, zeitgleich aber auch auf der Serverseite durch die Übermittlung der Daten. Je länger nun eine Webseite lädt, um so größer ist auch der Stromverbrauch und ergo der CO2-Fußabdruck. Aus diesem Grund ist auch eine schlanke und nachhaltige Webseite so wichtig.

Es ist wichtig, dass alle drei großen Faktoren (Erstellung, Hosting, Webseite) im Zusammenhang betrachtet werden, um wirklich eine nachhaltige Webseite zu erstellen. Sich nur einen Bereich davon herauszunehmen, wie zum Beispiel das Hosting, ist zu einseitig gedacht. Aus diesem Grund versuchen nachhaltige Webentwickler:innen auch die Gesamtheit im Blick zu haben. Denn genau die, macht nachhaltige Webentwicklung wirklich aus.

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